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Informationen über Bambus

Die Welt des Bambus
Bambus – seit Jahrhunderten gefeiert, beschrieben, besungen und verewigt. Eine Pflanze bzw. Grasart mit vielen verschiedenen Gesichtern und zahlreichen Geheimnissen. Vieles wurde bereits entdeckt, doch es gibt noch immer viele Rätsel zu lösen. Das macht Bambus zu einer der faszinierendsten Pflanzen der Erde.

Wir verfolgen aufmerksam alle Entwicklungen, insbesondere für Anwendungen im Haushalt, im Garten und in der Industrie – national wie international. Unser Ziel ist es, möglichst viele Informationen darüber zu verbreiten. Auf dieser Seite haben wir versucht, grundlegende Informationen so zugänglich wie möglich zu machen.

Bambus in unserem Alltag
Eines ist sicher: Es gibt keine andere Pflanze, die dem Menschen so viel zu bieten hat. Dach über dem Kopf, Werkzeuge, Nahrung, Wärme, Baumaterial, Schutz und Reinigung – die Möglichkeiten von Bambus scheinen grenzenlos.

Während Bambus vor 20 Jahren im Westen hauptsächlich in Gärten zu sehen war, ist er heute Teil unseres täglichen Lebens. Wir sind umgeben von Obstschalen, Parkettböden, Tischen, Küchen, Schneidebrettern, Türen, Sichtschutzwänden, Kleidung, Papier, Musikinstrumenten und sogar Autoinnenräumen – alles aus Bambus. Bambus findet sich auch an unsichtbaren Stellen, z. B. in Lampenfasern, als Biomasse, in Fundamenten oder in Kläranlagen.

Bambus im Bauwesen
Angesichts der weltweiten Nachfrage nach umweltfreundlichen und nachhaltigen Baustoffen wächst das Interesse an Bambus bei innovativen Architekten. Bambus bietet optimale Lösungen sowohl für Gemeinschaften mit begrenzten Ressourcen als auch für Fachleute und Institutionen auf hohem wirtschaftlichen Niveau.

Bambus ist sehr stabil, hält großen Belastungen stand, wächst schnell, ist leicht zu verarbeiten und kostengünstig. Dank seiner hohen Flexibilität – deutlich größer als bei Holz – ist er ein äußerst interessantes Baumaterial. Bambus verfügt mittlerweile über eine ISO-Zertifizierung und kann offiziell als Baustoff verwendet werden.

Hinweis: Nicht alle Bambusarten sind als Baumaterial geeignet.

Bambus und ökologische Vorteile
Bambus wächst schnell und liefert hohe Erträge. Es gibt etwa 1500 Bambusarten, davon sind rund 50 für den Bau geeignet. Als Grasart kann Bambus innerhalb von sechs Monaten bis zu 30 Meter wachsen. Die Rotationszeit beträgt etwa 7 Jahre, im Vergleich zu ca. 30 Jahren bei Holz – ein enormer Vorteil. Der Rekord liegt bei 1,22 Meter Wachstum pro Tag.

Bambus hat die Eigenschaften von Hartholz, wächst aber schneller als Weichholz. Eine einzige Bambuswurzel kann bis zu 15 Kilometer nutzbaren Stamm liefern – ein beeindruckender Rohstoffkreislauf. Der Anbau belastet die Umwelt nicht und ist vollständig erneuerbar. Durch Laminierung lassen sich aus Bambus nahezu alle Produkte herstellen, die auch aus Holz gefertigt werden.

Die Nutzung von Bambus reduziert den Treibhauseffekt und den Klimawandel erheblich. Bambus absorbiert Treibhausgase und produziert bis zu 35 % mehr Sauerstoff als vergleichbares Hartholz. Zudem eignet er sich hervorragend zur Biomasseproduktion.

In Asien sagt man: „Man kann ohne Fleisch leben, aber nicht ohne Bambus.“ In Europa wird Bambus hauptsächlich im Garten und als Veredelungsmaterial verwendet. Warum also nicht häufiger als Baustoff? Schließlich gehört Bambus zu den stärksten Materialien der Welt, mit einer Zugfestigkeit von 28.000 gegenüber 23.000 bei Stahl.

Der Mensch lernt von der Natur, indem er die Struktur von Bambus untersucht – denn die Natur baut effizienter als wir.
Bambus ist ein nachhaltiger Baustoff für Europa!

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